Fahrverbot

Ein Fahrverbot kann sowohl bei Ordnungswidrigkeiten als auch bei Verkehrsstraftaten drohen. Das Fahrverbot (§ 44 StGB) kann als so genannte Nebenstrafe neben Freiheits- oder Geldstrafen vom Gericht verhängt werden, wenn eine Straftat bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen worden ist (Straßenverkehrsgefährdung, Körperverletzung, usw.). Auch die Verwaltungsbehörde kann bei beharrlichen oder besonders schweren Verstößen ein Fahrverbot anordnen.
Das Fahrverbot ist zu unterscheiden von der Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 69 StGB, die regelmäßig bei der Trunkenheitsfahrt zu erwarten steht. Während beim Fahrverbot lediglich der Führerschein für die Dauer des Fahrverbots zu hinterlegen ist, anschließend wieder an den Inhaber herausgegeben wird und der Betroffene in der Zwischenzeit keine Kfz im Straßenverkehr führen darf (oder nur bestimmte), wird bei der Entziehung der Fahrerlaubnis regelmäßig der Führerschein eingezogen. Um diesen dann wieder zu erlangen, ist es häufig notwendig, zuvor gegenüber der Führerscheinbehörde die Geeignetheit zum Führen eines Kfz nachzuweisen. Diese verlangt dafür die erfolgreiche Teilnahme an einer MPU, also einer Medizinisch-Psychologischen- Untersuchung, die früher im Volksmund auch als „Idiotentest“ bezeichnet wurde.